Gestern ist GESCHICHTE, das Morgen ist ein GEHEIMNIS und heute ist das LEBEN!

von
Bea Pircher
am
26.05.2014
mit
2 Kommentaren

Lange Zeit habe ich meinen Blog vernachlässigt, bin (scheinbar) wichtigen Projekten hinterher gehetzt und in Alltagsarbeiten erstickt. Ich war, wie oft so schön gesagt wird: “mit der Gesamtsituation unzufrieden”. Es gab gefühlte 1.000 Baustellen, keine mit einem Abschluss in Sichtweite und unzählige Kleinigkeiten, die immer wieder wichtiger waren, als irgendwo dran zu bleiben.

3 Minuten lesen: Ein Tiefpunkt kann kommen, es ist aber nur ein “Schwung holen” für Neues. Lies, wie es mir ergangen ist.

Ich hab immer wieder, meist montags, mit den besten Vorsätzen versucht, den Tipps meiner Coaches Pascal Feyh und Sven Umlauf zu folgen, endlich den Sprung zur Unternehmerin, zur echten Unternehmerin zu schaffen, nur mit max. 3 Bällen sprich Projekten zeitgleich zu jonglieren und mich aus dem Tagesgeschäft raus zu halten. Mit mässigem Erfolg.

Zudem kam noch einiges an privaten und ehrenamtlichen Aufgaben dazu und ich fühlte mich fast erdrückt. Bis zu dem Tag, an dem es mich fast erdrückt hat…

Bauchschmerzen, für Blinddarmentzündung auf der falschen Seite, zwangen mich zur Untersuchung. Gefasst auf lange Wartezeiten, war ich vollgepackt mit Texten, die zu verbessern waren, ich muss ja jede Sekunde nutzen. Nach ein paar schmerzhaften Untersuchungen hab ich mich mit akuter Divertikulitis im Krankenhaus von Brixen wiedergefunden, von 320 auf 0, von alles auf nichts, von gesund auf fraglich, ob eine sofortige OP notwendig wird.

Das macht erst mal nachdenklich, traurig und hilflos.

Im Zimmer angekommen, scheint die sich so schnell zu drehende Welt stehen zu bleiben, oder auch einfach an mir vorbeizuziehen. Ich konnte mich drauf einstellen, lange Zeit zum Nachdenken zu haben, zum Lesen, zum Runterkommen. Meinen Partner hatte ich zwar damit beauftragt mir mein MacBook, mehrere Bücher und Zeitschriften zu besorgen, aber bis auf mein Smartphone blieb das alles unangetastet. Ich hatte einfach keine Kraft mehr, mich z.B. mit einem interessanten Artikel zu beschäftigen, ich konnte mich nicht konzentrieren.

Und dann kommt das große Grübeln, die Vorboten einer Midlife-Crisis (?), das Zweifeln am bisher Erreichten, das Unzufriedensein mit der eigenen Leistung, die grauen bis dunkelgrauen Aussichten für die eigene Zukunft bis hin zum Hinterfragen der Sinnhaftigkeit meines Lebens…

Für mich der absolute Tiefpunkt!

Aber es kommt wieder ein neuer Morgen, ein neuer Tag, Ein Blick in die derzeit so üppige Natur lässt wieder neue Lebensgeister erwachen. So wie die Natur sich jeden Winter in ihre Ruhephase zurückzieht, um dann wieder in allem Überschwang uns zu erfreuen und scheinbar totes Material zum Leben zu erwecken, so sollte wohl auch ich meine Ruhephasen und Tankstellen finden.

Und vor allem im HEUTE leben, nicht einem GESTERN nachtrauern, das nicht zu ändern ist und mich zu dem gemacht hat, was ich bin und nicht dem MORGEN entgegenfiebern, das noch ein Geheimnis ist und uns eben erst Morgen begegnet. Den Augenblick gilt es zu genießen, einfach zu leben und daraus die Stärke zu ziehen.

Alles was gewesen ist, kann ich heute früh von meiner Tafel des Lebens wischen, ich kann sie jeden Tag neu beschriften und so jeden Tag neu meinem Leben Richtung geben, dankbar für das was war und dankbar für das was kommt.

Und diese, vielfach tiefsinnigen Gedanken der letzten Tage haben mich dazu gebracht hier weiter zu machen: Denn ich will SPUREN hinterlassen, Dir mitteilen was mich weiterbringt, Dir helfen, meine Fehler zu vermeiden (müssen ja nicht alle mehrmals gemacht werden 🙂 ), mein Wissen und meine Erfahrungen teilen und mich auf weniger Dinge fokussieren.

Let’s go!

 

Kurz zusammengefasst Nach jedem Tief kommt ein Hoch, die Tiefs braucht es um die Hochs zu erkennen, sonst wär ja alles nur eben. Zeit zum Nachdenken, ist sehr sinnvoll genutzte Zeit.
Genieße den Augenblick, Carpe Diem!

Ich finde das:

2 Kommentare, Sei die/der Nächste!
Susanne Stiemke sagt:

Hi Bea, ich meine gerade du schreibst von mir, ich muss auch unbedingt ganz schnell die Kurve kriegen sonst wird mir das auch nicht gut bekommen. Hast ja so recht, lieber weniger und das konsequent und mit 100% Aufmerksamkeit, als 1000 Dinge und alle nur halbherzig. Dein Projekt interessiert mich, auf was genau konzentrierst du dich jetzt? Liebe Grüße Susanne (von den Magics)

Antworten
Michael Marheine sagt:

Das kann ich alles vollkommen nachvollziehen und wünsche den erhofften Erfolg! Es gibt immer mehr Menschen – mich einbezogen – die in eine ähnlich aussichtslose Situation kommen oder kamen. Da hilft dann nur die Unterstützung von lieben Menschen und meist auch ärztlicher bzw. therapeutischer Rat. Der Körper lässt sich nicht austricksen, da wird dann einfach schnell mal "die Sicherung" raus geschmissen ... der Kopf ist leer und jeder Antrieb fehlt. Schön, dass es Menschen gibt, die zur Seite stehen, mit ihrem Rat helfen wollen ... das ist aller Ehren wert – und gehört belohnt! Ich wünsche herzlichst alles Gute!

Antworten
Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *